Reise blog von Travellerspoint

Wieder zuhause

mit einigen Hindernissen Friolzheim erreicht

sunny -2 °C

Hallo,

unsere Reise ist zu Ende.

Nach einer schönen Busfahrt vorgestern nacht, kamen wir bei schönstem Wetter in Buenos Aires an und fuhren gleich zum Flughafen Ezeiza weiter.

Obwohl unser Flug erst für 15.25 avisiert war, stellten wir fest, dass Al Italia sich entschlossen hatte, eine Stunde früher zu fliegen. Gott sei Dank liesz man uns noch rein (es hatte wirklich gerade so gelangt), um dann bis 16.00 Uhr im Flieger zu warten, bis dieser endlich wegen dees "regen Flugverkehrs" abheben durfte.

Aufgrund dieser Verzögerung kamen wir nach einer harten Flugnacht ( ich saß neben zwei Kleinkindern, die die ganze Nacht Radau gemacht hatten) erst gegen 08.30 Uhr in Rom an.

Und unser Anschlussflieger hatte nichts anderes zu tun, als ganz genau um 09.05, nur halbvoll und wissend, dass ca. 20 Personen noch mitfliegen wollten und auch durchgebucht hatten, abzuheben.

Das war vielleicht ein Theater. Die Fluggesellschaft Al Italia hat sich alles andere als freundlich und serviceorientiert verhalten. Hilfe wurde erst nach massivem Druck gewährt und das gleiche galt für das kostenlose Mittagessen.

Regressansprüche wurden kategorisch abgelehnt und uns dann ein Ersatzflug für 15.45 Uhr zugewiesen. Alle waren ziemlich ärgerlich.

Trotzdem hatte die Sacher etwas Gutes; wir haben heute wieder eine Menge netter, gleichgesinnter Leute kennengelernt (man sieht´s auf dem Bild), was sonst an uns vorbeigegangen wäre.

So, die Reiseberichte zu dieser Reise sind hiermit beendet, aber Sarah´s nächste Reise im Sommer zeichnet sich schon ab. Dann gibt es bestimmt auch wieder was zu lesen.

Und wer weiß: Vielleicht gehen Sarah und ich ja doch noch in den Torres del Paine und holen die fehlenden Touren irgendwann noch nach?!?

Macht´s gut und ganz liebe Grüße

Sarah und Klaus

Eingestellt von Sarah_S 14:06 Archiviert in Deutschland Kommentare (1)

Abschied von Iguacu und Argentinien

drei tolle Wochen neigen sich dem Ende

sunny 37 °C

Hallo,

hier kommt nun wohl unser letzter Eintrag von dieser Reise.

Heute morgen haben wir unser Zimmer aufgeraeumt und die Rucksaecke gepackt, denn bis 10.00 Uhr muss man das Zimmer uebergeben.

Danach haben wir unsere Rucksaecke hier in der Asservatenkammer abgegeben und sind dann mit dem Bus zu einem Tierkrankenhaus in der Naehe gefahren, das man besichtigen kann.

Auch hier waren wir mal wieder richtig ueberrascht, da dort ziemlich was los war und das gesamte Besuchsprogramm richtig professionell aufgezogen war.

Zuerst wurden wir auf einen Anhaenger hinter einem Traktor verfrachtet (sogenanntes LoF-Fahrzeug) und dann ca. 3 km in den tiefsten Dschungel hineingefahren.

Dort ist dann die Station ueber mehrer Haeuser und Gehege verteilt; dort werden alle Tiere aufgezogen und behandelt, die aus dem Iguazu-Park oder von anderen Personen auf der Strasze aufgelesen werden.

Der gesamte Weg ist uebersaeht mit Spinnen der tollsten Exemplare und Spinnennetzen ; man wurde vor Beginn gefragt, ob man evtl. an einer Spinnenphobie leiden wuerde, denn dann koennte man nicht mitkommen.

Ziel der ganzen dortigen Masznahmen ist es, die Tiere danach wieder auswildern zu koennen.

Interessant war, dass die meisten Tiere aus dem Iguazu- Park wegen Vergiftungen (Schokolade!!!) kommen. Aber es sind auch viele Tiere da, die irgendwelche Gliedmaszen gebrochen haben (Kollision mit Autos).

Z. B. gibt es einen Papagei, dem der untere Teil des Schnabels fehlt und der unweigerlich verhungern wuerde, wenn er nicht immer von Hand gefuettert werden wuerde. Der untere Schnabel ist ihm abgeschossen worden. Es dauert 2 Jahre, bis der Schnabel wieder nachgewachsen ist.

Nach der Besichtigung sind wir wieder nach Puerto Iguacu zurueckgefahren und haben noch ein paar Souvenirs gekauft. Und natuerlich ein Kilo Mate, das Nationalgetraenk hier. Jeder schleppt hier seine Matetasse nebst Thermoskanne in der Gegend herum und es wird den ganzen Tag Mate getrunken.

So, das war vermutlich unser letzter Beitrag aus Argentinien. Vielleicht kommt noch ein Abschlussbeitrag, wenn wir am Sonntag wieder zuhause sind. Auf jeden Fall werden wir dann noch ein paar Bilder von den letzten 3 Tagen hochladen.

Jetzt werden wir unsere groszen Ruecksaecke holen und diese bei den heutigen 37 Grad durch P. Iguazu zum Busbahnhof tragen. Und dann geht es in 1,5 Stunden mit unserem klimatisierten Luxusbus los in Richtung Buenos Aires.

Machts gut einsweilen und wir sehen uns

Sarah und Klaus

Eingestellt von Sarah_S 15:23 Archiviert in Argentinien Kommentare (1)

Das effektivste (Wasser)kraftwerk der Erde

ein Tag in Itaipu

semi-overcast 30 °C

Hallo,

wie schon angekuendigt, sind wir heute, nach einer Nacht mit sintflutartigem Regen (es ist sogar der Strom ausgefallen), mit den normalen Buslinien ueber Foz de Iguacu zum Itaipu-Damm gefahren.

Wir waren einigermaszen ueberrascht als wir dort ankamen und dort doch einiges los war. Schnell stellten wir fest, dass wir eigentlich eine Reservierung gebraucht haetten. Gott sei Dank konnte Sarah mit zaehem Verhandeln erreichen, dass wir noch eine Fuehrung bekamen.

Nach zweistuendiger Wartezeit sahen wir zuerst einmal einen der ueblichen Filme, wie wir sie auch vom GKN Neckarwestheim oder vom Daimler kennen. Auch wenn der Film auf portugiesisch war, hat man genau verstanden, was gesagt werden soll.

Und dann sind wir durch das gesamte Areal sowie auf den 200 m hohen Damm gefahren, um ein paar Fotos zu schieszen, die wir jetzt gerade mal wieder nicht hochladen koennen, da wir unser Kabel nicht dabei haben.

Im Anschluss an die Fahrt konnte man den Damm von innen besichtigen.

Nach der Fuehrung und den sehr interessanten Erlaeuterungen muss ich jetzt einiges korrigiern:

Das Stau/Ewerk Itaipu liefert von allen Staudaemmen der Erde den meisten Strom. Auch der Vier-Schluchten-Damm in China kommt da nicht ran. Das liegt daran, dass die hier so unheimlich viel Wasser haben und gar nicht wissen, wohin sie damit sollen. Von den 20 Turbinen des Stauwerkes laufen i.d.R. nur 16, weil sie den gesamten Strom garnicht verwenden koennen. 18 laufen nur, wenn in Brasilien Karneval ist und zwei sind als Ersatz, wenn Revision ist.

Als wir heute das Werk besichtigt haben, konnten wir sehen, dass eigentlich irrsinnige Mengen an Wasser abgelassen werden mussten, da der Pegel des Stausees, der groeszer als der Bodensee ist, schon wieder zu hoch war. Das Wasser, das nutzlos abgelassen wird ist mehr, als in Iguassu die Faelle runtergeht. Durch die Turbinen selbst stroemt etwa halb so viel Wasser, wie bei den Iguacufaellen.

Der Damm ist eines der neuen 7 technischen Weltwunder; er wird betrieben mit 9 Turbinen von Voith/Siemens aus Deutschland, 9 weiteren aus der Schweiz und zweien aus Frankreich.

Es war auf jeden Fall ein sehr interessanter Besuch, der uns auch nach Paraguay gefuehrt hat. Fast 100 % des gesamten Strombedarfs Paraguays wird durch diesen Damm abgedeckt und zusaetzlich noch 20 - 30 % des brasilianischen.

Ein solches Werk koennte in Deutschland 50 % des Bedarfes abdecken. Schon faszinierend.

So, jetzt werden wir wieder ein halbes argentinisches Rind essen gehen und danach unsere Sachen packen.

Morgen gehen wir noch in eine Tierklinik und dann geht s los auf dem langen Weg heim: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Bis bald und ganz liebe Gruesze von

Sarah und Klaus

Eingestellt von Sarah_S 12:39 Archiviert in Paraguay Kommentare (1)

Iguacu die Dritte

und jeden Tag begeistert es einen mehr

overcast 37 °C
View Patagonien mit Papa auf Sarah_S's Reise-Karte.

Hallo,

heute abend haben wir uns von den Faellen des Iguacu verabschiedet, nachdem wir jetzt drei Tage dort im Nationalpark verbracht haben. Und es waren 3 tolle Tage, die man in seinem Leben nicht mehr vergisst.

Wir waren heute noch auf der brasilianischen Seite, von wo man einen ganz anderen Blick auf diese Faelle hat. Die ganze Groesze und Erhabenheit dieses Naturwunders wird einem eigentlich erst so richtig von dort bewusst, da man hier einen Groszteil der Faelle auf einmal ueberblicken kann. Reiht man alle Faelle aneinander, so wuerde man eine Strecke von 3 km Laenge bekommen.

Wir haben alle Trails durchwandert, eine Dschungeltour gemacht, sind mit den Booten gefahren, haben in Naturbecken gebadet (immer in der Hoffnung, dass das Schild stimmt, auf dem stand, dass man hier baden kann: ein paar Meter weiter kam allerdings ein Schild auf dem stand, dass man den Weg nicht verlassen soll, da es rechts und links vom Weg gefaehrliche Tiere, u.a. Kaimane, haben soll).

Da wir jeden Tag fast 40 Grad und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit hatten, waren wir jeden abend klitschnass geschwitzt.

Wir haben Affen, Tucane, Leguane, Nasenbaeren, Riesenschmetterlinge, Riesengrillen und Riesenameisen gesehen.

Als wir heute in Brasilien was essen wollten, lieszen uns die Nasenbaeren nicht in Ruhe und wir mussten mehrfach fluechten. Sobald es naemlich etwas zu Essen gibt, verstehen die keinen Spasz mehr. Da werden sie fast so wild wie unser Balu.

Als wir gestern unsere kurze Schiffstour unter die Faelle gemacht haben, konnte man die Urgewalten des Wassers spueren. Nur beim ersten Reinfahren in die Faelle habe ich was gesehen, danach bekam man die Augen nicht mehr auf. Als ich sie endlich wieder aufbekam, hatte ich direkt vor dem Gesicht die Kamera des Parkfilmers. Aber es war ein einmaliges Erlebnis.

So, wir laden heute noch ein paar Fotos hoch und gehen dann noch ein richtiges argentinisches Rindersteak (siehe Fotos) essen.

Morgen frueh fahren wir dann nach Itaipu, zu einem der neuen 7 Weltwunder. Es ist ein bisschen schwierig (und teuer) dorthin zu kommen, aber diesen Staudamm mit seiner gigantischen Stromausbeutung (die Turbinen sind wohl zur Haelfte aus Schweden von ABB und zur anderen Haelfte aus Deutschland von Voith/Siemens) wolllen wir doch noch sehen.

Am Donnerstag morgen werden wir dann unser Hostel verlassen und gg. 17.00 Uhr mit dem Schlafbus wieder 18 Stunden direkt zurueck nach Buenos Aires fahren. Dort kommen wir dann gg. 11.00 Uhr an. Um 13.45 Uhr muessen wir dann auch schon einchecken und ab 15.45 Uhr fliegen wir dann 14 Stunden zurueck nach Rom.

Mal sehen, vielleicht melden wir uns nochmals mit einem Beitrag oder ein paar Bildern.

Bis dann ganz liebe Gruesze von Sarah und Klaus

Eingestellt von Sarah_S 19:45 Archiviert in Brasilien Kommentare (1)

Iguazu, die Zweite

bei den groeszten Wasserfaellen der Welt

overcast 37 °C
View Patagonien mit Papa auf Sarah_S's Reise-Karte.

Hallo,

gerade habe ich es noch an den Internet-PC unseres Hostels geschafft. Wollte eigentlich ein paar Bilder hochladen, aber der hat leider noch nicht einmal einen USB-Anschluss.

Tja, heute nacht hatten wir bei ueber 30 Grad genaechtigt. Den Ventilator hatten wir auf hoechster Stufe laufen, was die ganze Sache ertragbar machte. Interessant waren die Geraeusche, die die Ganze Nacht durch das Fenster kamen; man ist wirklich im (sub)tropischen Regenwald.

Wir hatten den Wecker auf 05.50 Uhr gestellt, weil wir relativ alleine durch den Park laufen wollten. Als der Wecker klingelte, entschieden wir uns aber, noch eine Stunde zu schlafen, denn es regnete Katzen vom Himmel und gewitterte. Da es um 07.00 und um 08.00 Uhr immer noch wie wild gewitterte und regnete standen wir dann erst gegen 09.30 Uhr auf, genossen dann aber ein super Fruehstueck in unserem Hostel mit Melonen (3 Melonen kosten hier 60 cent), Orangen, argentinisches Nutella und einem absoluten Spitzenkaffee.

Danach tigerten wir dann in diesem Tropenklima zum Busbahnhof und fuhren mit dem Bus in den Park.

Das dort Erlebte ist einfach nicht beschreibbar, auch Fotos koennen das nicht wiedergeben. Wenn man die Faelle das erste mal in voller Pracht sieht (und das ist noch nicht mal die Haelfte der gesamten Faelle) stockt einem unweigerlich der Atem und man kann garnicht anders, es treibt einem einfach die Traenen in die Augen. Es ist einfach nicht beschreibbar.

Wir sind zuerst den unteren Weg gelaufen; an einer Stelle hat es einen innerhalb von 5 Sekunden total durchnaesst. Die Bilder, die sich einem erschlieszen sind so gewaltig, dass man das alles garnicht richtig erfassen kann.

Wir haben natuerlich wieder das Glueck gehabt, dass, sobald wir im Park waren, das Wetter aufklarte und wir blauen Himmel hatten. Wir haben wie die Irren fotografiert. Heute morgen habe ich eine neue 16 GB Karte in meinen Foto und die ist heute abend zur Haelfte voll.

Die ganze Gegend ist im uebrigen ein einziger Dschungel. Wir haben Tucane, ca. 80 cm lange Echsen, Kondore, Nasenbaeren, Riesenschmetterlinge in rauen Mengen und Tiergeraeusche aller Art erlebt und gesehen. Die Nasenbaeren springen z. T. auf die Restauranttische und koennen richtig stinkig werden, wenn sie nichts kriegen.

Es war echt ein Wahnsinnstag; abends konnten wir noch an den ganz groszen (Diabolo) Fall, der so gewaltig ist, dass man vor lauter Gischt nicht bis zum Boden schauen kann und einen einfach erschlaegt.

Als wir dann den Park wieder verlieszen, schuettete es in Stroemen, aber das macht einem bei diesen Temperaturen gar nichts aus, man ist froh ueber diese Abkuehlung.

Jetzt haben wir in unserem Hostel gerade noch gegessen und sitzen jetzt bei stroemendem Regen unter dem Kuechenpavillion und unterhalten uns mit anderen Gaesten. Es sind doch einige auch immer wieder in meinem Alter da.

Morgen frueh geht es wieder in den Park. Morgen machen wir die drei km lange Dschungeltour (wo man evtl. auch mal auf einen Puma treffen kann) und dann werden wir noch mit dem Schlauchboot an die Faelle fahren; das ist zwar etwas teurer, aber so ein Erlebnis erlebt man wahrscheinlich auch nicht jeden Tag.

Uebermorgen wollen wir dann nach Brasilien rueberfahren und die Faelle von der dortigen Seite anschauen.

Wenn wir morgen abend Zeit haben, dann stellen wir ein paar Bilder ein.

Bis dann Euch allen alles Gute

Ganz liebe Gruesze von Sarah und Klaus

Eingestellt von Sarah_S 21:01 Archiviert in Argentinien Kommentare (1)

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